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TU Berlin

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Toter Winkel - Konflikt zwischen rechtsabbiegenden Lkw und geradeausfahrendem Radverkehr

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen die Ursachen für die Verkehrssicher­heitsdefizite zwischen rechtsabbiegenden Lkw und geradeausfahrenden Radfahrern analysiert werden. Unter Einbeziehung der dazu bereits vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse werden im Forschungsprojekt auf Basis einer makro- und mikroskopischen Unfalluntersuchung in den Städten Berlin, Magdeburg, Münster und Darmstadt sowie Probandenfahrten in einem Lkw-Fahrsimulator der SiFaT RoadSafety GmbH infrastrukturelle, fahrzeugseitige und fahrerseitige Unfallursachen und Lösungsansätze untersucht und daraus Empfehlungen und Maßnahmen zur Entschärfung dieser Konfliktsituationen abgeleitet. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, belastbare Aussagen über den Nutzen verschiedener Lösungsansätze und Maßnahmen im Bereich der baulichen und betrieblichen Ausführung von Knotenpunkten zu treffen und den Sicherheitsgewinn fahrzeugtechnischer Lösungsansätze wie z.B. Spiegel- oder Fahrerassistenzsysteme zu bewerten.

Auftraggeber:

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

Projektpartner: 

TU Berlin, Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb
Prof.-Dr.-Ing. Thomas Richter, Dipl.-Ing. Annika Schreiber, Janina Sachs, M. Sc.

TU Berlin, Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme
Prof. Dr.-Ing. Matthias Rötting, Dr. Katja Karrer-Gauss

Projektinhalte: 

Makroskopische Unfallanalyse

Ziel der makroskopischen Analyse ist es, die Besonderheiten des Unfallgeschehens mit rechtsabbiegenden Lkw und geradeausfahrendem Radverkehr herauszuarbeiten. So werden u.a. die Unfallumstände (Unfallzeitpunkt, Lichtverhältnisse, Fahrbahnzustand), demografische Merkmale der Unfallbeteiligten, Unfallschuld und Unfallursachen ausgewertet und zum Gesamtunfallgeschehen in Bezug gesetzt.

In einem zweiten Arbeitsschritt wird die Infrastruktur an allen Knotenpunkten mit einem relevanten Unfall erfasst (u.a. die Führungsform des Radverkehrs, die Furtabsetzung, die Furtausführung). Die Infrastruktureigenschaften werden anschließend mit den Unfalldaten verschnitten, um allgemein unfallauffällige Infrastrukturtypen zu identifizieren.

Mikroskopische Unfallanalyse

Die makroskopische Unfalluntersuchung wird durch eine mikroskopische Unfallanalyse ergänzt. Hierfür werden Unfallhergangsbeschreibungen und Unfallskizzen ausgewertet und Vor-Ort-Begehungen durchgeführt. Ziel der mikroskopischen Analyse ist die Identifikation weiterer sicherheitsrelevanter Aspekte (u.a. Flächennutzung der unfallbeteiligten Radfahrer, Regelverstöße der Verkehrsteilnehmer, Sichteinschränkungen, Lichtsignalisierung etc.).

Fahrsimulatorversuche

Der dritte wesentliche Arbeitsschritt ist die Durchführung von Fahrversuchen in einem Lkw-Fahrsimulator. Hierbei werden Streckenabschnitte mit unterschiedlichen Infrastruktureigenschaften (verschiedene Führungsformen, verschiedene Furtabsetzungen und Furtausgestaltungen), verschiedenen betrieblichen Eigenschaften (z.B. Grünvorlauf für Radfahrer an Lichtsignalanlagen) untersucht. Fahrzeugseitig werden Fahrten ohne und mit einem Abbiegeassistenten variiert. Ausgewertet werden u.a. die Fahrdaten des Lkw-Simulators sowie die Blickbewegungen der Fahrer.

Weitere Informationen

Mehr Informationen erhalten Sie bei Dipl.-Ing. Annika Schreiber oder Frau .

Zusatzinformationen / Extras

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Adresse

FG Straßenplanung und -betrieb
Sekr. TIB 3/3-3
Aufgang 25.1 - 3. Etage
Gustav-Meyer-Allee 25
D - 13355 Berlin
+49-30-314-72 421
+49-30-314-72 884