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Straßenplanung und StraßenbetriebAutonomer öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum (Lk. Ostprignitz-Ruppin)

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Autonomer öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum (Lk. Ostprignitz-Ruppin)

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Wirkungsforschung zu neuen Formen innovativer öffentlicher Mobilität und Nutzerakzeptanz anhand eines Probebetriebs in der Modellregion Ostpringnitz-Ruppin

Das digitale Testfeld Ostprignitz-Ruppin spiegelt die typische demographische Entwicklung eines ländlichen Raums wider. Das Mobilitätsverhalten im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wird derzeit durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) bestimmt. Mit zunehmendem demografischen Wandel werden sich die Anforderungen an die Daseinsvorsorge der Mobilität ändern. Prognosen des Landes Brandenburg gehen auch deshalb von einem sinkenden Anteil des MIV am Modal-Split aus. Heute sichert die Schülerbeförderung die Anbindung vieler Ortsteile an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dies hat bereits jetzt zur Folge, dass das Angebot außerhalb des Schülerverkehrs, am Wochenende und in Ferienzeiten vielerorts sehr eingeschränkt ist.

Die Automatisierung und Digitalisierung hat das Potenzial, die zukunftsfähige Sicherung von Mobilität und Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen und eine ernsthafte Alternative zum MIV zu generieren. Es müssen Lösungen für die bestehenden Probleme des konventionellen, liniengeführten Busverkehrs im ländlichen Raum gefunden werden.

Mit dieser Problematik beschäftigt sich das Verbundvorhaben „Autonomer Öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum (Landkreis Ostprignitz-Ruppin)“. Das Verbundvorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitaler Infrastruktur (BMVI) mit einem Gesamtvolumen von rund 2 Mio. Euro gefördert und hat eine Laufzeit vom 01.08.2017 bis zum 30.06.2020. Das Verbundvorhaben wird gemäß der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit rund 1,54 Mio. Euro gefördert. Die Förderbescheide wurden Ende August an die Technische Universität Berlin (Institute für Land- und Seeverkehr), die Technischen Universität Dresden (Lehrstuhl Verkehrspsychologie), der Ostprignitz-Ruppiner Nahverkehrsgesellschaft (ORP) mbH und der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG) mbH überreicht.

Die Entwicklung automatisierter Kraftfahrzeuge schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran und wird die Mobilität der Menschen und den Transport von Gütern verändern. Der Einsatz automatisierter Omnibusse als Bestandteil des ÖPNV bietet dabei im Vergleich zur allgemeinen Zulassung von automatisierten Personenkraftwagen (PKW) im öffentlichen Straßenverkehr eine deutlich raschere Realisierungsperspektive. Im Falle eines fahrplangebundenen Betriebs der automatisierten Omnibusse können die zu befahrenden Straßen gezielt ausgewählt und freigegeben werden. Dadurch können komplexe Verkehrssituationen und Straßenabschnitte mit einer zu hohen zulässigen Höchstgeschwindigkeiten vermieden werden.

 

Das Projekt untersucht im ländlichen Raum den Linienbetrieb automatisierter Kleinbusse im öffentlichen Straßenraum. Im Rahmen dieses Projekts, sollen zum einen die Akzeptanz der Nutzer und Stakeholder gemessen und zum anderen die Rahmenbedingungen für den verkehrlichen Einsatz automatisierter Kraftfahrzeuge festgelegt werden. Zusätzlich dazu sollen Szenarien und Auswirkungen automatisierter Kraftfahrzeuge bezogen auf die Finanzierungsroutine des öffentlichen Verkehrs (ÖV) erforscht werden. Aus diesen Projektzielen werden Übertragbarkeitsaussagen für eine möglichst breite Anwendung in Deutschland hergeleitet.

Deutsche Nachhaltigkeitspreis: Forschung

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Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal vergeben und es haben sich über 800 Personen, Projekte und Unternehmen beworben. Er zeichnet vorbildliche Nachhaltigkeitsleistungen in Forschung, Kommunen und Wirtschaft aus. Der diesjährige Schwerpunkt im Bereich Forschung liegt in dem Themenfeld urbane Mobilität. Er wurde in diesem Jahr zum achten Mal zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergeben. Es werden Forschungsprojekte von Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen berücksichtigt, die anwendungsnahe Lösungen für den Verkehr der Zukunft entwickeln. Ein Expertenteam bewertet die eingehenden Skizzen und präsentiert insgesamt drei Finalisten. In diesem Jahr wurden die Projekte PROJEKT ELEVATE - VORHER WISSEN, OB DER AUFZUG GEHT., REALLABOR GO KARLSRUHE - EIN FORSCHUNGSPROJEKT FÜR UND MIT ZU FUSS GEHENDEN und AUTONV_OPR AUTONOMER ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR IM LÄNDLICHEN RAUM nominiert. Diese drei Projekte wurden anschließend in der 3sat-Wissenschaftssendung „nano“ vorgestellt und zur Abstimmung freigegeben. Das Online-Voting hat das Projekt PROJEKT ELEVATE - VORHER WISSEN, OB DER AUFZUG GEHT. als Sieger hervorgebracht. Am 22. November 2019 fand die Siegerehrung im Rahmen einer Gala mit mehr als 1.000 Gästen in Düsseldorf statt.

 

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Mehr Informationen erhalten Sie bei Alexander Egoldt, M.Sc. und Arne Holst, M.Eng.

Weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie auf der Webseite des Projektes www.autonv.de.

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