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TU Berlin

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Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsqualität an Knotenpunkten

Gesamtziel des Vorhabens

Der Radverkehrsanteil nimmt insbesondere in urbanen Räumen immer weiter zu. Dies ist für das kommunale Verkehrsgeschehen eine wünschenswerte Entwicklung, da so ein wichtiger Beitrag zur Verlagerung der Verkehrsleistung auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes erfolgt. An einigen Stellen ist die Qualität des Radverkehrs jedoch bereits stark eingeschränkt. Dieser Umstand stellt die Verkehrs- und Anlagenplanung vor große Herausforderungen. Bisher wurden Radverkehrsanlagen angebotsorientiert nach Flächenverfügbarkeit angelegt. Künftig müssen an wichtigen Radverkehrsverbindungen die Verkehrsanlagen so geplant werden, dass sie den Qualitätsansprüchen einer guten und sicheren Verkehrsflussabwicklung auch aus Sicht des Radverkehrs genügen. Die bestehenden Regelwerke gehen jedoch kaum oder nur in ungenügendem Umfang auf das Kriterium der Verkehrsqualität des Radverkehrs ein.

Daher ist es Projektziel mittels Verkehrsbeobachtungen und -simulationen sowie der Umsetzung von Pilotmaßnahmen an exemplarischen Knotenpunkten, Erkenntnisse zu gewinnen, die zur Verbesserung der Radverkehrsqualität in Städten beitragen werden.

Das NRVP-Projekt wird in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Leipzig und der TU Berlin, Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb, fachlich betreut und die praktische Erprobung in den Projektpartnerstädten Leipzig, Hannover, Frankfurt am Main und Oldenburg durchgeführt.

Projektdurchführung

Die Projektdurchführung ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase werden neben der obligatorischen Literaturanalyse die zu untersuchenden Knotenpunkte in den Städten ausgewählt und mittels Verkehrserhebungen analysiert. Der Verkehrsablauf wird im Anschluss mittels einer Mikroverkehrssimulation nachgebildet. Mithilfe von Videoerhebungen werden verschiedene verkehrstechnische Kenngrößen bestimmt, die sowohl zur Kalibrierung der Verkehrssimulation als auch zur Aufnahme des Ist‑Zustandes dienen. In der zweiten Phase werden Verbesserungsvorschläge für den Verkehrsablauf des Radverkehrs erarbeitet und hinsichtlich der Anwendbarkeit bewertet. Die Vorschläge werden in der Verkehrssimulation getestet und in Form von Pilotinvestitionen an realen Kontenpunkten umgesetzt. In der dritten Projektphase werden die umgestalteten Knotenpunkte erneut untersucht, um die Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Radverkehrsqualität zu verifizieren.

Projektergebnisse

Im Rahmen des Projekts sollen grundsätzlich folgende Fragestellungen untersucht und beantwortet werden: 

  • Welchen Einfluss hat die Dimensionierung der Führungsform auf die Verkehrsabwicklung an den exemplarischen Knotenpunkten?
  • Welchen Einfluss hat die betriebliche Abwicklung des Radverkehrs auf die Verkehrsqualität an diesen Knotenpunkten?
  • Welche verkehrlichen Kapazitäten ergeben sich an den exemplarischen Knotenpunkten im Radverkehr?
  • Wie lässt sich insbesondere mit kurz- und/oder mittelfristigen sowie kostengünstigen Anpassungen an der Verkehrsanlage die Radverkehrsqualität an den exemplarischen Knotenpunkten maßgeblich verbessern?

Die aus dem Projekt gewonnenen Ergebnisse sollen Fachleuten und -planern aus den Kommunen ebenso wie Verkehrsplanern aus Verkehrsingenieurbüros verfügbar gemacht werden. Gleichermaßen werden wissenschaftliche Fachkreise angesprochen. Neben dem Abschlussbericht ist die Publikation eines Hinweisblattes geplant, um den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Anschluss der Projektergebnisse gewährleisten zu können.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mittel zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Mehr Informationen erhalten Sie bei Oliver Beyer, M.Sc. 

Zusatzinformationen / Extras

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Adresse

FG Straßenplanung und -betrieb
Sekr. TIB 3/3-3
Aufgang 25.1 - 3. Etage
Gustav-Meyer-Allee 25
D - 13355 Berlin
+49-30-314-72 421
+49-30-314-72 884