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TU Berlin

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Einsatzbereiche von Radfahrstreifen in Mittellage

gefördert durch: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
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Unfälle mit Radverkehrsbeteiligung in Ortschaften stellen mit 34,9 % aller Unfälle mit Personenschäden die zweithäufigste Unfallkonstellation in Deutschland dar. Allein im Jahr 2016 ereigneten sich 73.842 Unfälle mit Personenschäden unter Beteiligung von Radfahrenden. Dabei wurden 262 Personen getötet, 12.573 schwer verletzt und 65.288 leicht verletzt (Destatis, 2017: fig. UJ 47).

Aus zahlreichen Forschungsberichten geht hervor, dass Abbiegeunfälle einen deutlichen Anteil am Unfallgeschehen mit Radverkehrsbeteiligung darstellen (Kolrep-Rometsch et al., 2013; Karrer-Gauß et al., 2014). Sehr häufig kommt es dabei zu Konflikten zwischen dem geradeausfahrenden Radverkehr mit rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen (Kfz). Ein Ansatz diesen Konflikt durch eine Entzerrung des Aufmerksamkeitsbereiches zu vermindern, ist der Einsatz von Radfahrstreifen in Mittellage (RiM), wobei der geradeausfahrende Radverkehr links vom rechtsabbiegenden Kfz geführt wird. Ob diese Führungsform gewünschte positive Sicherheitseffekte tatsächlich erzielt, wurde bislang nicht untersucht. So konnte nicht ausgeschlossen werden, ob Radfahrende beispielsweise derartige Anlagen meiden und regelwidrig den Seitenraum nutzen. Außerdem stand zur Debatte, ob das notwendige Überfahren des Radfahrstreifens durch Kfz im Vorfeld des Knotenpunktes eventuell neue oder andere Sicherheitsprobleme erzeugt. Die Verlagerung des Konfliktes in den Verflechtungsbereich, ausgelöst durch den Spurwechsel zum Abbiegevorgang der Kfz ist diesem Kontext zu nennen.

Ziel des Forschungsprojektes war es heraus zu finden, inwiefern Radfahrstreifen in Mittellage die Sicherheit für Radfahrende an Knotenpunkten beeinflussen. Vorgaben und Gestaltungshinweise zu dieser Führungsform werden in Verwaltungsvorschriften und relevanten Regelwerken bislang nur in Ansätzen behandelt. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojektes wurden daher 48 RiM mit verschiedenen Charakterisierungsmerkmalen (Länge, Breite, Farbgebung, Abbiegeverkehrsstärke etc.) in drei deutschen Städten untersucht. Der Fokus lag dabei auf RiM für geradeausfahrenden Radfahrende an signalisierten Knotenpunkten. Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen werden Empfehlungen zu Einsatzkriterien und der Gestaltung von RiM erarbeitet, die zur Erhöhung der Radverkehrssicherheit beitragen sollen. Zentrale Fragestellungen des Projektes waren:

  1. Welche Rahmenbedingungen eines RiM beeinflussen die Sicherheitseffekte für geradeaus Radfahrende?
  2. Welche Empfehlungen können hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgrenzen von RiM gegeben werden?
  3. Welche Hinweise zur verkehrssicheren Gestaltung von RiM ergeben sich auf Basis der Forschungsergebnisse?

Methodik der Untersuchung

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