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TU Berlin

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Sicherheitsauswirkungen unterschiedlicher Radverkehrsführungsformen auf den Fußverkehr an Knotenpunkten, auf homogenen Streckenabschnitten und in Haltestellenbereichen (Safeness)

Lupe

Für eine nachhaltige Mobilität wird die Verlagerung im Modal Split hin zu den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes, darunter das Fahrrad, angestrebt. Bei einer fortwährenden Steigerung des Radverkehrsaufkommens sowie Verschiebung im Modal Split zugunsten des Fahrrades wird gemäß der Unfallforschung der Versicherer (UDV) mit einer Zunahme von Radverkehrsunfällen gerechnet. Ferner ergeben sich neue Gefahrenpotentiale, insbesondere bei den Interaktionen zwischen dem Rad- und Fußverkehr. War bei einem geringen Radverkehrsaufkommen die Wahrscheinlichkeit eines sicherheitsrelevanten Konfliktes zwischen Rad Fahrenden und zu Fuß Gehenden gering, stellen diese Konstellationen neue Herausforderungen dar, die bei der Entwicklung der aktuellen Regelwerke und dem Stand der Forschung bisher nicht im Fokus standen. So legten bisherige Forschungsprojekte, und somit auch die darauf basierenden Entwurfsempfehlungen, ihren Schwerpunkt vor allem auf die Interaktionen zwischen dem Rad- und Kfz-Verkehr.


Das primäre Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, die existenten Entwurfsempfehlungen um jene Aspekte zu erweitern, die die Wechselwirkungen zwischen dem Rad- und Fußverkehr aufgreifen. Das Projekt soll Ergebnisse darüber liefern, welche Gestaltungsparameter der Radverkehrsinfrastruktur positiv oder negativ auf das Unfallgeschehen, das Unfallrisiko sowie das Konfliktpotential zwischen Rad Fahrenden und zu Fuß Gehenden wirken. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer differenzierten Betrachtung von Knotenpunktarmen, homogenen Streckenabschnitten sowie Haltellenbereichen des straßengebundenen ÖPNV. In Knotenpunktarmen finden alle gängigen Führungsformen des Radverkehrs Berücksichtigung. Hinsichtlich der homogen Streckenabschnitte liegt der Fokus auf der Seitenraumführung des Radverkehrs, da vor allen von dieser ein erhöhtes Interaktions- und Konfliktpotential mit dem Fußverkehr ausgeht.


Es gilt, Zusammenhänge zwischen den infrastrukturellen Randbedingungen, den Verkehrsbelastungen, den Verhaltensmustern der betrachteten Verkehrsmodi und dem Konflikt- und Unfallgeschehen herzustellen. Basierend auf den ermittelten Zusammenhängen sollten umfassende Empfehlungen generiert werden, die die unvermeidbaren Interaktionen zwischen Rad- und Fußverkehr mit geringem Sicherheitsrisiko ermöglichen. Dies gilt besonders für die Abwicklung großer Radverkehrsmengen, wie sie in den nächsten Jahren zu erwarten sind und angestrebt werden. Diese Empfehlungen können, im Rahmen des Projektes in Form eines Leitfadens aufbereitet, den Verkehrsplanenden der Städte und Gemeinden als Entscheidungsgrundlage dienen und wichtige Hinweise hinsichtlich des Entwurfs einer sicheren Infrastruktur bei einer gegebenen Randbedingungskombination geben. Ein projektbegleitender Arbeitskreis mit behördlichen Vertretern, der Polizei sowie externen Unfall-forschern ermöglicht in allen Phasen des Projektes die Diskussion und Rückkopplung bzgl. der generierten Erkenntnisse. Eine weitere Verwertung der Projektergebnisse ist durch die Fortschreibung in technischen Regelwerken vorgesehen.

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Mehr Informationen erhalten Sie bei Alexander Egoldt, M.Sc.

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