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TU Berlin

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Untersuchung von Maßnahmen zur Prävention von Überholunfällen auf einbahnigen Landstraßen

Landstraßen weisen über 60 Prozent der Getöteten bei Straßenverkehrsunfällen in Deutschland auf. Überholunfälle gehören hierbei mit zu den folgeschwersten Unfällen auf deutschen Außerortsstraßen.

Im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erfolgt in den Bundesländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt eine umfassende Analyse der Straßennetz- und Unfalldaten.

Die Grundlage der Untersuchung ist die Identifizierung von unfallauffälligen Landstraßenabschnitten in den 5 ausgewählten Bundesländern Deutschlands. Hierzu müssen die Straßeninformationsbanken und Unfalldatenbanken aufbereitet und miteinander verknüpft werden. Anschließend soll eine makroskopische Unfallanalyse durch die Berechnung von Unfallkenngrößen dazu dienen, eine Rangfolge mit denen am stärksten mit Überholunfällen belasteten Landstraßen im Untersuchungsgebiet zu erhalten. Die 500 unfallauffälligsten Landstraßenabschnitte sollen in einer Netzanalyse weiter bearbeitet werden, wobei durch Streckenbefahrungen die angeordneten Überholverbote (Markierung und Beschilderung) sowie Geschwindigkeitsbeschränkungen erhoben und die Überholunfälle diesen unterschiedlichen Bereichen von verkehrsrechtlichen Anordnungen zugeordnet werden. Darauf aufbauend wird für die ersten 100 Untersuchungsstrecken der Rangfolge eine Nachtrassierung und Sichtweitenermittlung durchgeführt. Durch die Überlagerung der vorhandenen Sichtweiten und verkehrsrechtlichen Anordnungen sowie der Unfallpositionen sollen Zusammenhänge dieser Parameter auf die Unfallentstehung abgeleitet werden. Abschließend erfolgt auf insgesamt 50 ausgewählten unfallauffälligen Strecken eine mikroskopische Detail- bzw. Fahrverhaltensanalyse zu Überholvorgängen mittels Videobeobachtungen. Neben dem Unfallgeschehen wird somit auch das Überholverhalten unter verschiedenen Streckencharakteristiken (vorhandene Überholsichtweiten) und verkehrsrechtlichen Vorgaben analysiert und Maßnahmen zur Vermeidung von Überholunfällen abgeleitet.

Ziele des Projektes:

  • Empfehlungen und Maßnahmen zur Vermeidung von Überholunfällen
  • Einbringung dieser Maßnahmen in die „Richtlinien für die Anlage von Landstraßen" (RAL) und das „Merkblatt für die Übertragung des Prinzips der Entwurfsklassen der RAL auf bestehende Straßen" (M EKLBEST)

Weitere Informationen

Mehr Informationen erhalten Sie bei Dipl.-Ing. Stephan Ruhl.

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